BVG startet Probebetrieb mit Mobilitätsassistenzsystem von ebblo für mehr Barrierefreiheit in Berlin
Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben den Probebetrieb des Projekts «Fahrgastinformation akustisch» gestartet. Im Rahmen einer offiziellen Pressekonferenz am 3. Juli 2026 gab die BVG den Start des Pilotbetriebs bekannt.
Unter dem Motto «Hören. Einsteigen. Ankommen.» werden zunächst bis zu 20 Busse der Linie 186 mit sogenannten «sprechenden Fahrzeugen» eingesetzt. Die Busse geben ihre Liniennummer und ihr Fahrziel automatisch per Außenlautsprecher bekannt und unterstützen Fahrgäste zusätzlich mit einem akustischen Türfindesignal.
Mobilitätsassistenz im Berliner Linienbetrieb
Das Herzstück des Projekts ist die Mobilitätsassistenzlösung ebblo Assist, die im BVG-Projekt unter dem Namen INTROS eingesetzt wird. Das System unterstützt blinde und sehbehinderte Menschen dabei, sich im öffentlichen Verkehr besser zu orientieren, den richtigen Einstieg zu finden und ihre Fahrten selbstständiger zu gestalten. Im Rahmen des Pilotbetriebs kommt die Lösung nun erstmals bei der BVG im regulären Linienverkehr zum Einsatz.
svb-App für mehr Unabhängigkeit im ÖPNV
In einer zweiten Testphase wird das System um die Mobilitätsassistenz-App des Schweizerischen Blinden- und Sehbehindertenverbands (sbv) erweitert. Die App wurde nach dem Prinzip «von Betroffenen für Betroffene» entwickelt und unterstützt Nutzerinnen und Nutzer bei der Orientierung und Navigation sowie durch digitale Ein- und Ausstiegswünsche.
Die enge Zusammenarbeit zwischen sbv und ebblo verbindet die Bedürfnisse der Betroffenen mit moderner Technologie für den öffentlichen Verkehr. Das Gesamtsystem kombiniert App, Fahrzeug-Hardware und Backend zu einer integrierten Lösung für mehr Inklusion und selbstbestimmte Mobilität.
Erfahrungen fließen in den berlinweiten Ausbau ein
Begleitet wird der Probebetrieb von 20 ausgewählten Testnutzerinnen und Testnutzern, deren Erfahrungen direkt in die Weiterentwicklung der Lösung einfließen. Bis Ende 2026 sollen die Erkenntnisse aus dem Testbetrieb schrittweise in die Einführung einer berlinweiten akustischen Fahrgastinformation im Bus- und Straßenbahnbetrieb einfließen.
Gemeinsam für mehr Teilhabe im öffentlichen Verkehr
Mit dem Projekt setzen die BVG, der sbv und ebblo gemeinsam ein starkes Zeichen für mehr Barrierefreiheit im öffentlichen Nahverkehr. Das Vorhaben zeigt, wie moderne Technologien dazu beitragen können, Menschen mit Sehbeeinträchtigungen eine selbstständige, sichere und komfortable Nutzung des öffentlichen Verkehrs zu ermöglichen.
Was ist das Ziel des Probebetriebs „Fahrgastinformation akustisch“?
Der Probebetrieb soll blinden und sehbehinderten Fahrgästen eine selbstständigere Nutzung des öffentlichen Verkehrs ermöglichen. Dazu testet die BVG automatische akustische Ansagen und ein Türfindesignal im Linienbetrieb der Linie 186, bevor die Lösung schrittweise berlinweit eingeführt werden soll. Die offizielle Vorstellung erfolgte am 3. Juli 2026.
Welche Buslinie ist am Probebetrieb beteiligt?
Am Pilotprojekt sind bis zu 20 Busse der Linie 186 beteiligt. Diese sogenannten „sprechenden Fahrzeuge“ geben ihre Liniennummer und ihr Fahrziel automatisch per Außenlautsprecher bekannt und unterstützen Fahrgäste zusätzlich mit einem akustischen Türfindesignal beim Einstieg.
Was ist ebblo Assist bzw. INTROS?
ebblo Assist ist die Mobilitätsassistenzlösung von ebblo. Im BVG-Projekt läuft sie unter dem Namen INTROS und unterstützt blinde und sehbehinderte Menschen dabei, sich im öffentlichen Verkehr zu orientieren, den richtigen Einstieg zu finden und ihre Fahrten selbstständiger zu gestalten.
Wie funktioniert das akustische Türfindesignal?
Die Busse der Linie 186 geben ihre Liniennummer und ihr Fahrziel automatisch per Außenlautsprecher bekannt. Das akustische Türfindesignal ergänzt diese Ansagen und hilft Fahrgästen zusätzlich dabei, am Fahrzeug den richtigen Einstieg zu finden.
Welche Rolle spielt die App des Schweizerischen Blinden- und Sehbehindertenverbands (sbv)?
In einer zweiten Testphase wird das System um die Mobilitätsassistenz-App des sbv erweitert. Sie wurde nach dem Prinzip „von Betroffenen für Betroffene“ entwickelt und unterstützt Nutzerinnen und Nutzer bei Orientierung, Navigation sowie digitalen Ein- und Ausstiegswünschen.
Wer begleitet den Probebetrieb, und was passiert mit den Ergebnissen?
20 ausgewählte Testnutzerinnen und Testnutzer begleiten den Probebetrieb. Ihre Erfahrungen fließen direkt in die Weiterentwicklung der Lösung ein und bilden die Grundlage für die weiteren Schritte der BVG bis Ende 2026.
Ab wann soll die akustische Fahrgastinformation berlinweit eingeführt werden?
Bis Ende 2026 sollen die Erkenntnisse aus dem Testbetrieb schrittweise in die Einführung einer berlinweiten akustischen Fahrgastinformation im Bus- und Straßenbahnbetrieb der BVG einfließen und weitere Linien erreichen.